Mal etwas Privates

Hallo Ihr Lieben, :winke2:

Happy New Year! :hurra:
Ich hoffe Ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht und ich wünsche Euch allen ein friedvolles, fröhliches, glückliches, gesundes und kreatives neue Jahr! :kuss:

Mir und meiner Familie wünsche ich, dass das neue Jahr besser beginnt, als das letzte geendet hat…
Nun seid Ihr bestimmt neugierig geworden, nicht wahr?
Ich erzähle es Euch.

Mein Sohn hatte in den Tagen vor Heiligabend eine Nacht lang starke Bauchschmerzen, aber am nächsten Tag war alles wieder gut.
An Heiligabend war er ein bißchen schlapp und appetitlos, aber es ging ihm sonst gut.
In der Nacht vom ersten auf den zweiten Weihnachtsfeiertag bekam er wieder heftige Bauchschmerzen, 40°C Fieber und musste sich übergeben.
Ich nahm an, dass er sich einen fiesen Darmvirus eingefangen hatte (natürlich ausgerechnet über die Feiertage) und fuhr mit ihm ins Krankenhaus.
Dort stellte man schnell fest, dass es der Blinddarm war!
Er wurde mit einem Durchbruch sofort notoperiert.
2 unendlich lange Stunden bin ich vor dem OP-Raum auf und abgelaufen…
Es war bereits Eiter in den Bauchraum gelaufen, so dass der Bauch gespült werden und ihm eine Drainage (Beutel mit Schlauch in den Bauch) verlegt werden musste.
Er lag 5 Tage am Tropf, worüber er ununterbrochen mit Flüssigkeit, Schmerzmitteln und gleich 2 verschiedenen Antibiotikas versorgt wurde!
Gott sei Dank hat er sich schnell erholt, so dass wir mit ein bißchen Überredungskunst bei den Ärzten, pünktlich zu Silvester wieder zu Hause sein konnten.

Ich weiß, es gibt wahrscheinlich noch viel, viel Schlimmeres, aber ich habe ganz schöne Angst gehabt… :tears:
Außerdem habe ich mir ein bißchen Selbstvorwürde gemacht, warum ich nicht schon bei den ersten Bauchschmerzen mit ihm ins Krankenhaus gefahren bin.
Aber da meinem Sohn der ganze Bauch weh tat, hätte ich niemals angenommen, dass es der Blinddarm gewesen sein könnte…
Nun gut, das lässt sich jetzt nicht mehr ändern, und es ist ja zum Glück alles gut gegangen.

Die ganze Zeit über bin ich im Krankenhaus bei meinem Sohn geblieben.
Klar, er ist schon “groß”, aber ich wollte ihn keinen Moment aus den Augen lassen.
Es stellte sich auch schnell heraus, dass es die richtige Entscheidung war, denn die Schwestern im Krankenhaus haben kaum nach ihm gesehen und waren oft sehr unfreundlich.
Sie haben ihn mehr oder weniger sich selbst überlassen. :roll:
Die Ärzte hingegen waren Top!
Das kann man echt nicht anders sagen.
Aber diese Schwestern…

Ein Beispiel (von vielen):
Mein Sohn hatte ja 5 Tage lang eine Infusionsnadel in der Hand.
Am vierten Tag fing ihm die Hand an zu schmerzen.
Die Schmerzen wurden immer stärker und die Infusionen brannten.
Das wurde so schlimm, dass mein Sohn die Hand gar nicht mehr bewegen wollte.
Mehrfach haben wir das der Schwester gesagt, doch die überprüfte nur, ob der Zugang frei ist, indem sie dort Flüssigkeit reinspritzte.
Ihre Antwort war nur, dass es läuft wie Butter, und dass er auch mal etwas aushalten müsse.
Das war ja schonmal “toll”.
Als sie ihm die nächste Infusion anhängen wollte, fragte mein Sohn, ob sie nicht mal unter dem Verband und unter dem Pflaster nachsehen könnte, ob alles in Ordnung sei, bevor sie ihn wieder an den Tropf hängt.
Da fährt die ihn an und sagt: “Lässt Du mich mal bitte meine Arbeit machen!?!”
Boah, war ich sauer!!
Und ich bin es jetzt noch, wenn ich nur darüber nachdenke!
In diesem Moment habe ich überlegt, ob ich ihr an die Gurgel gehen, oder ob ich besser meinen Mund halten soll.
Aber da wir in einem Krankenhaus waren und wir auf das Wohlwollen des Personals angewiesen waren, entschied ich mich grummelnd und wutschnaubend für Zweiteres. :evil:

Ich frage mich, wenn ein Kind in einem Krankenhaus keine Schmerzen äußern darf, wo dann?? :???:

Die Nachtschwester schaute auch nicht richtig unter das Pflaster, sondern nur unter den Verband, aber sie gab meinem Sohn wenigstens einen Kühlbeutel, um die gereizte Hand ein wenig abzukühlen.
Am nächsten Morgen kam dann zum Glück eine kinderfreundliche Schwester und schaute sich das mal richtig an.
Sie sagte zwar, dass die Ärzte dann einen neuen Zugang legen müssten und er dann nochmal gestochen werden müsste, aber dass man dem auf jeden Fall nachgehen muss, da ein Kind ja nicht aus Spaß sagt, dass ihm etwas weh tut.
Na endlich mal jemand mit Verstand…!
Nachdem sie die Nadel gezogen hatte, sah man dann dass die Hand total geschwollen und gerötet war.

Später sprach ich die andere (unfreundliche) Schwester darauf an.
Ihre Antwort war, dass am Vortag angeblich nichts gewesen sei, und dass sowas ja schonmal über Nacht kommen kann.
Und das stellt man fest, indem man schnauzt anstatt nachzuschauen.
Ja nee, is klar! :gaga:

Wir beide wollten einfach nur noch nach Hause!
Und da der Zugang eh schon gezogen war und mein Sohn bereits wieder Nahrung zu sich nahm, konnten wir die Ärzte überzeugen, dass er die Antibiotika auch in Tablettenform einnehmen und nach Hause gehen kann.
Gott sei Dank haben die zugestimmt.

Jetzt geht es meinem Sohn zum Glück wieder richtig gut.
Und wenn es ihm gut geht, dann geht es mir natürlich auch gleich viel besser. :ja:
:herz:

Ich danke Euch fürs Lesen und wünsche Euch noch einen schönen Tag.

Ganz liebe Grüße
Paola


Autor:
Datum: Montag, 2. Januar 2012 14:34
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2 Kommentare

  1. 1



    Da habt Ihr aber einiges mitmachen müssen, Du und Dein Sohn. Zum Glück geht es Euch nun wieder besser. Oder kann man sagen: gut?
    Die Schwestern sind leider zum Teil sehr überfordert. Ich will sie nicht in Schutz nehmen, da sowas nicht passieren darf. Aber ich habe es bei meinem Vater gesehen, die kommen kaum mit der Arbeit nach. Überall werden Kräfte eingespart auf Kosten des immer weniger werdendes Personals.
    Nun, Dein Sohn hat es heil überstanden und das ist die Hauptsache.
    Ich wünsche Euch alles erdenklich für das neue Jahr.

    Bussi Jutta

  2. 2



    Oh Paola, das tut mir leid…aber ich bin froh, dass dein Sohnemann soweit alles gut überstanden hat.

    Es kommt wirklich aufs Krankenhaus und seine Leitung an. Klar wird überall gespart, aber das muss man doch nicht an den Patienten auslassen.

    Mein Opa liegt seit Ende Oktober im KH. Mit einem Darmverschluss hat es begonnen…Not-Op, Bauchfellentzündung, Koma, 1 Monat Intensivstation…das KH vor allem die Pfleger und Ärzte auf der ITS waren top. Ständig konnte man jemanden ansprechen und es wurde gehandelt.
    Dann wurde er in ein anderes KH verlegt, damit er mobilisiert wird. Wenn einem da mal ne Schwester übern Weg läuft, dann ist das Glück…wenn man klingelt, bewegts sich ne halbe Stunde gar nix…unfreundliches Personal und überall Dreck…sodass sich Opa nun auch noch mit Antibiotikaresistenten Bakterien angesteckt hat. Das hat nix mit Überforderung zu tun, das ist mangelnde Hygiene!

    Sorry, für den langen Text. Wollte nur mal verdeutlichen, dass Krankenhäuser auch anders können, wenn sie wollen! Und gerade auf Kinderstationen sollte definitiv sensibles Personal eingesetzt werden und nicht solch Tussis, die keine Ahnung haben!!!

    Liebe Paola…dir und vor allem deinem süßen Sohn alles Gute und das er sich ganz schnell von den Strapazen erholt. Das er schnell vergisst, wie die Schwestern dort waren und nun keine übermäßige Angst gegenüber einem KH entwickelt.
    Mach dir keine Vorwürfe, du hast richtig gehandelt…und nix falsch gemacht. *drück*

    Wünsche euch ein glückliches und gesundes neues Jahr.

    LG Steffi

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